Interview mit Armin Reinhart, Dipl.-Ing. Univ. Architekt BDA

„Anspruchsvoll gestaltete Stadthäuser in einer besonderen historischen Situation schaffen Raum für eine nachhaltige Lebensqualität.“


REINHART + PARTNER Architekten und Stadtplaner übernehmen im DIAMALTPARK die Gestaltung der Stadthäuser im Grünzug und denkmalgeschützten Kontext entlang der Georg-Reismüller-Straße.

Was hat Sie zu Ihrem Entwurf inspiriert?

Die besondere Lage der Stadthäuser und des Kita-Gebäudes entlang der Georg-Reismüller-Straße. Die Gebäude liegen direkt am modernen Park in der Mitte des Quartiers. Zur Straßenseite gibt es einen schönen alten Baumbestand und natürlich die Einrahmung durch die denkmalgeschützte historische Mauer des Diamalt-Areals.

Wichtig war uns, dass alle Bewohner/innen die Qualitäten maximal erleben können, deshalb die kompakten Stadthäuser mit grünen Zwischenräumen für die Sichtverbindungen, den Luftaustausch und die allseitige Belichtung der Häuser.

Thema unseres Entwurfs ist die Formulierung von großzügigen und modernen Häusern mit durchaus auch klassischer Anmutung. Im Kontext mit den denkmalgeschützten Gebäuden und Mauern sowie dem wertvollen Baumbestand entsteht eine besondere Situation.

Besonders freuen wir uns darüber, dass unsere Gedanken auch schon die Jury im Architektenwettbewerb überzeugen konnten.

Worin sehen Sie die besondere Wohnqualität für die Käufer/innen?

Unsere Planungen und Gebäude sind vor allem für die Bewohner/innen da, meist werden sie ja über Generationen genutzt. Die Grundrisse sind sehr gut möblierbar und auch sehr geeignet für sich möglicherweise verändernde Lebenssituationen und Wohnbedürfnisse. Dadurch erhalten sie auch auf lange Sicht ihren Wert.

Jedes Haus ist übersichtlich und hat lediglich ein Treppenhaus mit großzügiger Eingangssituation, von dem je 5 bis 8 Wohnungen pro Etage erschlossen werden.

Dadurch können überschaubare und gute Nachbarschaften entstehen. Fast alle Wohnungen sind Eckwohnungen mit zwei Belichtungsseiten. Die
Loggiabalkone und Terrassen liegen durchgehend an den Gebäudeecken, sie gewährleisten dadurch eine sehr gute Privatheit und eine ungestörte Nutzung. Ein besonderes Highlight sind natürlich die Penthouse-Wohnungen mit ihren großen Dachterrassen.

An den Loggien liegen unmittelbar die Wohnzimmer. Die Küchen sind direkt den Wohnräumen zugeordnet, überwiegend mit eigenem Fenster und häufig auch optional abtrennbar.

von links nach rechts: Dietmar Maier-Griebler (Dipl.-Ing. Univ. Architekt), Armin Reinhart (Dipl.-Ing. Univ. Architekt BDA, Stadtplaner ByAK), Catherine Jakob (Dipl.-Ing. FH. Architektin, M. Eng. Projektmanagement).

Die Themen schonender Ressourcenverbrauch und Nachhaltigkeit werden immer wichtiger. Wie wird dies in Ihrer Planung umgesetzt?

Aus unserer Sicht sind diese Fragestellungen für die Realisierung zukunftssicherer und klimaschonender Gebäude über deren gesamten Lebenszyklus enorm wichtig. Unser Projekt sehen wir in dieser Hinsicht als beispielgebend und innovativ.

Die geplante zentrale Nahwärmeversorgung über ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk und eine Grundwasserwärmepumpe hat einen vergleichsweise geringen Jahresprimärenergiebedarf.

Die Stadtvillen Häuser 1.3.1 bis 1.4.4 werden (bis auf die Treppenhauskerne und das Untergeschoss mit Tiefgarage und deren Zufahrten im EG) in massiver Holzbauweise erstellt. Holz als nachwachsender Rohstoff wirkt sich sehr günstig auf die CO2-Bilanz aus.

Wie beschreiben Sie die Qualität der Freiflächen und der Gartengestaltung?

Die Außenanlagen gliedern sich in einen gemeinschaftsorientierten Erschließungsbereich mit einladenden Hofsituationen zum Erschließungsweg am zentralen Park. Zum Park hin orientiert sind an die Platzfläche breite Sitzbänder angeordnet. Fahrradabstellbereiche für die Wohnungen sind in begrenzter Anzahl für Besucherparken in die Platzfläche eingebettet. Die großzügigen Eingangsbereiche können z. B. auch für Anwohnertreffen genutzt werden.

Nach Südosten zur Georg-Reismüller-Straße hin wird die bestehende Baum- und Gehölzstruktur gestärkt und ergänzt. Ein schmaler Schlenderweg, der dem Baumkronenverlauf des Gehölzrandes folgt, verbindet Spiel- und Rückzugsbereiche miteinander. Locker gestreute Zierbäume akzentuieren die Gartenzonen. Blühende Bäume ergänzen die westliche Gehölzkulisse.