Stadtquartier Diamaltpark

NEUBEGINN AUF GESCHICHTSTRÄCHTIGEM BODEN


Wer den DIAMALTPARK betritt, der setzt seinen Fuß auf historischen Grund mit einer fast 100-jährigen Firmengeschichte. Eine Reminiszenz an den Charme der Jugendstilepoche um die Jahrhundertwende bilden drei denkmalgeschützten Bauten in der Mitte des Areals.

Der Grundstein für die Diamalt AG


Als Allach um die Jahrhundertwende noch ein Vorort Münchens war, erfuhr es einen großen Aufschwung. Begünstigt durch die Bahnlinie „München – Ingolstadt“ siedelten sich Industrie und Gewerbe an. Die florierende Industrialisierung schuf aber auch bis dato nicht gekannte Herausforderungen. Für den Zuzug dringend benötigter Arbeitskräfte in die Städte musste neben Wohnraum auch die Versorgung mit Lebensmitteln neu organisiert werden.

Einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Nahrungsmittelknappheit leistete das Industrieunternehmen Diamalt, als es 1903 auf dem Fabrikgelände in Allach die Produktion von „diastatischem Malzextrakt“ aufnahm. Diese revolutionäre Zutat machte die Herstellung von Brot- und Backwaren in den großen Mengen, wie wir sie heute gewöhnt sind, überhaupt erst möglich.

Mit Vielfalt zum Weltmarktführer


Auch wenn den meisten Verbrauchern die Marke nicht sehr geläufig ist, so werden fast alle im Alltag bereits das ein oder andere Mal auf die Vorzüge der Diamalt-Produkte zurückgegriffen haben, sie finden sich in fast jedem Haushalt.
Neben dem angesprochenen Backhilfsmittel wurden beispielsweise Verdickungsmittel produziert, wie sie nach wie vor in Klebstoffen und Waschmitteln zum Einsatz kommen –
umweltfreundlich und biologisch abbaubar.

Unter anderem stiegen sie auch in einigen spezialisierten Bereichen, wie beispielsweise der Pharmaindustrie, zum Weltmarktführer auf.

Zeitzeugnisse im neuen Glanz


Die glanzvolle Gründerzeit der Diamalt AG spiegelt sich heute in drei denkmalgeschützten Gebäuden wider, die mit großer Sorgfalt renoviert und revitalisiert werden: Am Südende des DIAMALTPARKS steht die „Suppenwürzefabrik“, die 1903 errichtet und bereits im Jahr 1908 nach den Entwürfen des Bauunternehmers Leonhard Moll erweitert wurde.

Ein paar Schritte weiter in Richtung Norden ist das „Werkstättengebäude“, das von 1912 bis 1915 nach den Plänen des renommierten Münchner Architekten und Bauunternehmers Franz Rank entstanden ist.

Im Zentrum des DIAMALTPARKS thront das 1916 erbaute „Maschinen- und Kesselhaus“, das ebenfalls unter der Führung von Franz Rank realisiert worden ist. Dieser stattliche Blickfang ist von seinem Eigentümer bereits im Vorfeld der Quartiersentwicklung renoviert worden und dient als Büro- und Produktionsgebäude sowie als Wohnhaus.